#Coronavirus: News


Von Heino Kuhlemann:

Als Diplom-Informatiker der Medizin (mit zusätzlichen Schwerpunkten Biometrie und Epidemiologie) verfolge ich den Sachverhalt täglich.

+++ 27.3.2020 +++
#Corona Zahlreiche Patienten in der Altersklasse 20/30/40 usw. liegen derzeit bereits bei in Deutschland ohne Vorerkrankungen an Beatmungsgeräten – Kliniken im Süden sind bereits teilweise am Limit. Verschätzen sollte man sich also bzgl. des Alters nicht. Und es bleibt: Wegen der schnellen Infektionswege und der Lungenentzündung werden anders als bei Influenza die Systeme überlastet. Wie aber bereits vor Tagen geschrieben, zeigen erste Frühindikatorem Erfolge der Kontaktbeschränkungen. Wir können und müssen ab Mitte April schrittweise ins Leben mit verbindlichen Hygieneregeln.

+++ 24.3.2020 +++

Auf dem Dashboard international https://npgeo-corona-npgeo-de.hub.arcgis.com/ und Deutschland https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4 kann man die Entwicklung erkennen. Wichtig dabei ist, dass sich stabile Trends wie ein Rückgang der gemeldeten Neuinfektionen abzeichnen. In der Zeit steigt zunächst noch die Summe der nicht abgeschlossenen Fallzahlen insgesamt und in den Krankenhäusern. Aber die Neuinfektionen, welche auch sog. stochastischen Schwankungen (mal mehr, mal weniger) unterliegen, sind derzeit im Fokus und müssen bei Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zeitversetzt zurückgehen. Wenn das mehrere Tage eine stabile Entwicklung haben, sehen wir Licht am Horizont.

+++ 22.3.2020 +++

Erste Effekte (Link unten) als Folge der freiwilligen Maßnahmen in diesen Tagen denkbar und zu erhoffen. Die Effekte der Ausgangsbeschränkungen vom 20.2.2020 folgen zeitverzögert. Die aktuellen Infektionszahlen in Bayern zeigen: Ein Häufung der Infektionen liegen in der Altersgruppe 35-59 Jahren. Es ist richtig, auch in dieser “Verbreitungsaltersklasse” anzusetzen. Eine Separation rein der Risikogruppen sind ein späterer Schritt. Allerdings müsste man die Anzahl der Einwohner in der jeweiligen Altersgruppe noch berücksichtigen, um das zu werten. Wir brauchen weitere Zahlen der kommenden Tage, um eine positive Entwicklung wirklich zu erreichen, die aus den freiwilligen Maßnahmen in Bayern folgt und durch die Ausgangsbeschränkungen verstärkt werden. Eine einzelne Zahl eines Tages erlaubt das noch nicht. In Italien sind die Zahlen weiter außer Kontrolle, rigorose Ausgangssperren sind zwingend notwendig. Allerdings sind dort auch andere Lebensverhältnisse / Großfamilien etc. zu bedenken. https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

+++ 22.3.2020 +++

Aktuelle Zahlen fehlerbehaftet (mit Bias und zum Teil nicht korrekt möglich s. folgender Link). Beispielsweise werden die Corona-Toten nur durch die registrierten (offenen oder angeschlossenen) Fälle dividiert. Dadurch ist die Letalität deutlich höher angegeben als in der Realität. Die gesamte Dunkelziffer an Infizierten mit unterschiedlichen Symptomstärken fehlt. Hauptproblem bleibt ein Versorgungsengpass, dennoch hier die Zahlen:
https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

+++ 21.3.2020 +++

Unsere “Corona-Pakete” stehe in folgenden Bereichen Kunden zur Verfügung. Details uns Live-Demo können unter kuhlemann@Medical-IT-Valley.de vereinbart werden: #Corona: +++ Sofortmaßnahmen über unseren (Video-) Marktplatz erhältlich:
Patienentenarmband für die Patientensicherheit /-identifikation +++ Telemedizin und Videosprechstunde (Budgets durch GKV / KBV aufgehoben) +++ Patientenkiosk ohne Mitarbeiterkontakt für Patientensteuerung +++ elektronische Notfallakte in der Hoheit des Patienten +++ Keine verkeimten Papierakten mehr, Ad-hoc-Scan +++ Begleitung der IT-Abteilungen in allen anstehenden Maßnahmen +++ uvm.

+++ 21.3.2020 +++

Fokus Deutschland: Hier der Link zu den aktuellen Zahlen mit folgenden Hinweisen: Wir sollten nicht pseudo-genau rechnen. Die Anzahl der Infektionen ist höher als die gemeldeten, da viele ohne Symptome oder mit leichten Symptomen mangels vollständigen Tests unentdeckt bleiben. Diese und weitere Hinweise u.a. in https://www.sciencemediacenter.de/fileadmin/user_upload/Fact_Sheets_PDF/Letalitaet_SARS-CoV-2_SMC_FactSheet_26022020.pdf

Aktueller Stand in Deutschland / weltweit:
https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

Zudem:
https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/
Ich empfehle für ein Erkennen des hoffentlich bald einsetzenden “Abflachens” die logarithmische Skala (Häkchen setzen) unter https://kachelmannwetter.com/de/corona-virus/europa/covid19-faelle/20200321-0500z.html#obs-detail-Germany

+++ 20.3.2020 +++

Die Visualisierungsmodelle fürs Wetter sind auch für #Corona anwendbar. Die Darstellung unter https://kachelmannwetter.com/de/corona-virus/europa/covid19-faelle.html ist hilfreich, insbesondere die logarithmische Darstellung, wenn es um die Frage der “Abflachung / Eindämmung” geht.

+++ 19.3.2020 +++

Deswegen war es richtig darauf hinzuweisen, dass es zu früh für einen Trend war. In Italien gingen die Zahlen der Neuinfektionen und Todesraten nur temporär zurück. Das kann man auf auf Grund des inzwischen weiteren Wachstums zunächst nur auf Dynamik / sog. stochastische Schwankungen zurückführen. https://www.worldometers.info/coronavirus/country/italy/

+++ 18.3.2020 +++

#Corona – Hinweise zur Vorbereitung der eigenen Patientendaten und der von älteren Angehörigen! Seit 2003, also fast 20 Jahren, scheitert die Etablierung der elektronischen Gesundheitskarte in der Anbindung einer elektronischen Patientenakte an Blockaden innerhalb des deutschen Gesundheitssystems. Verantwortlich: jeder Blockierer. Der Schritt der Einführung der EPA zum 1.1.2021 und 2022 ist richtig, aber aus Sicht der Situation #Corona zu spät. Dennoch forcieren wir diese Entwicklung weiter. Patienten gerade in den Risikogruppen ist dringend zu empfehlen, ihre möglicherweise relevanten etwaigen Vorerkrankungen (Diabetes mellitus, Herzschrittmacher uvm.) zusammenzustellen. Sei es im einfachsten Fall auf einem Blatt Papier im Geldbeutel, dem Smartphone (Notfallpass iPhone), den verschiedenen Applikationen wie Vitabook (Info bei uns) oder anderen Optionen – es muss damit gerechnet werden, dass auf Grund von Personalmangel nicht immer optimale Versorgungsprozesse laufen. Studenten, Reservisten etc. sollen aushelfen. Denn die Bundesregierung kauft zwar Betten und Geräte, Personal bleibt hausgemachter Mangel aus politisch gemachten Spargründen über Jahrzehnte. Dann ist es wichtig, dass das Personal Hinweise auf Vorerkrankungen zur Verfügung hat, die es nicht “mal eben” beim Hausarzt abfragen kann.

+++ 17.3.2020 +++
Es ist zwar zu früh, einen Trend zu sehen, aber in Italien geht derzeit die Zahl der Neuinfektionen zurück. Weiter beobachten. https://www.worldometers.info/coronavirus/country/italy/

+++ 17.3.2020 +++
Budgets aufgehoben! Ärzte können nach KBV nun unbegrenzt Videosprechstunden erbringen und abrechnen. KBV und GKV-Spitzenverband haben angesichts der aktuellen Situation vereinbart, dass die Budgets diesbezüglich aufgehoben werden. Die Regelung gilt zunächst für das zweite Quartal. Mehr unter https://www.kbv.de/html/1150_44943.php
Das Erstbehandlungsverbot gibt es schon länger nicht mehr, d.h. man kann bekannte und unbekannte Patienten behandeln. Ausnahme: Psychotherapeuten. Praxen können sich kostenfrei über eMail für eine Erstberatung an uns wenden, wenn Fragen zu den Lösungen bestehen.

+++ 16.3.2020 +++ kostenfreie Erstberatung wegen Corona +++
Für Unternehmen: Wir setzen seit über 15 Jahren erfolgreich “Arbeiten über Web- und Videokonferenzen” ein und sind bei der radikal notwendigen Umstellung sehr gerne behilflich. Was früher reine Gründe in der Effizienz, CO2-Reduzierung etc. hatte, ist in Zeiten von Corona soziale Verantwortung: Man verabschiede sich von ohnehin zu alten Regeln, dass es ohne den persönlichen Kontakt nicht ginge.
Das Coronavirus und die epidemiologische Betrachtung (s.u.) erfordern, dass man diese sehr leichte Umstellung sofort vollzieht. Sie ist – wenn überhaupt – in der mentalen Umstellung eine Herausforderung, denn technisch komplett trivial.
Sprechen Sie uns gerne kostenfrei an, wie man das umsetzen kann: kuhlemann@Medical-IT-Valley.de

+++ 15.3.2020 +++

Wer ermitteln will, inwiefern das deutsche Gesundheitswesen mit den schweren Coronafällen umgehen kann, dem seien folgende Grundlagen an die Hand gegeben: Zunächst einmal ist es bei so komplexen System so, dass man mit biomathematischen und statistischen Modellen und vor allem mit den Methoden der Simulationsverfahren vorgehen muss, da man es anders nicht sinnvoll prognostizieren kann. Einfach Betten zählen, ist insuffizient.
Zwar mögen die Kapazitäten in Deutschland wesentlich höher sein als in anderen Ländern, aber die Verteilung sowohl der Infizierten als auch der Betten und des dann noch verfügbaren Personals ist regional unterschiedlich. Das kann man sehr gut simulieren und dabei wechselnde und verschiedene Prameter und Einflussfaktoren annehmen. Grundsätzlich gilt in der sog. Warteschlagentheorie = Bedientheorie (und die ist wesentlich für die Modelle), dass es immer zu Staus oder Versorgungsengpässen kommt, wenn die sog. Ankunftsrate (neue Schwerkranke) gleich oder höher ist als die mögliche Versorgungsrate ( =Bedienrate = Entlassrate intensiv) einer Region, und nicht bundesweit. Warum auch bei Gleichheit? Die stochastischen Schwankungen führen zu Staus. Wer also mit den epidemiologischen, biomathematischen, statistischen Modellen unter Berücksichtigung der Warteschlangentheorie Simulationsmodelle aufbaut, kann unterschiedliche Szenarien dafür aufbauen und darauf das Handeln des Staates und der Gesellschaft steuern. Die Methoden sind dafür vorhanden; ich habe selbst unter anderem am Deutschen Krebsforschungszentrum und an der Uni Heidelberg mein Studium in dem Thema genossen und meine Prüfung dafür abgelegt. Bis heute arbeite ich als Medizin-Informatiker und Biometriker. Daher weiß ich, dass einige wenige Unis und Zentren dafür ausgerüstet sind. Die Rechenkapazitäten für solche Modelle sind inzwischen auf einem einfachen Notebook ausreichend. Überraschend ist, wie viele selbst ernannte Experten / Politiker jetzt schon wissen, ob wir klarkommen werden oder nicht. Ich bezweifle, dass hier von allen, die sich zu dem Thema äußern, methodische Grundlagen beachtet werden.
Persönlich glaube ich ausgewiesenen Experten, welche die Grundlagen ihrer Einschätzung und die zu Grunde liegenden Simulationsverfahren nachweisen.

+++ 10.3.2020 +++++

Die Strategie der Eindämmung ist richtig, Panik wäre falsch. Die Zahlen belegen zunächst eine exponentielle Entwicklung, die aber der typische Beginn eines logistischen Wachstums ist. Das in Richtung linear zu dämpfen, gelingt nur schwerlich. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1102667/umfrage/erkrankungs-und-todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland/

Wir rechnen mit einer Absage aller anstehenden Messen, auch wenn wir das weiterhin nicht hoffen. Die willkürliche Festlegung einer Veranstaltungsgrenze von 1000 Teilnehmern (die nicht falsch, aber unpräzise ist), die öffentlichen Maßnahmen, Reiseverbote bei Unternehmen und nicht zuletzt die Sorgen der Bevölkerung lassen eine hohe Besucherzahl ebenso wenig wahrscheinlich erscheinen wie ein Verzicht auf eine Absage. Das wäre sehr bedauerlich, und wir versuchen, mit unserer Marktplatz 365 eine hygienisch einwandfreie Alternative zu bieten. Dennoch kurzum: Ersetzen kann man so eine top Veranstaltung mit einem persönlichen Zusammentreffen natürlich nicht. Die Sachthemen jedoch kann man mit unserem Marktplatz 365 bearbeiten.

+++ 9.3.2020 +++++

Epidemiologisch muss zwangsläufig auch beim Coronavirus ein sog. “logistisches Wachstum” eintreten. Ein Abflachen der Wachstumskurve ist die normale Entwicklung, bevor sie dann zurückgeht. Das setzt die Abriegelung von Regionen voraus, damit das Abflachen nicht erst sehr spät einsetzt.
Da dies in Ländern wie China schon erkennbar, ist das aktive Gegensteuern und die Eindämmung die richtige Strategie. Wenn es Frühling und Sommer wird, gehen die Infektionsraten ohnehin zurück.
Die Gesundheitsminister und die Bundesregierung sollten hier mit einem klaren Plan agieren. Als Unternehmen in der Medizinischen Informatik fahren wir weiter zu unseren Klinikkunden, da diese schließlich auch weiterarbeiten. Gut, dass wir in Deutschland ein www.rki.de haben. Sicher richtig, dass man hier europäisch besser aufgestellt sein muss.

+++ 7.3.2020: +++++

Hier eine aktuelle Übersicht der Fallzahlen

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1094950/umfrage/entwicklung-der-weltweiten-fallzahl-des-coronavirus/

Die Sterblichkeit nach Altersgruppen; nur vorliegend aus China, da große Fallzahlen und früherer Beginn. Die Sterblichkeit liegt de facto weltweit jeweils unter den gemessenen Zahlen, da nicht alle Erkrankten registriert sind, zum Teil sehr schwache Verläufe haben, die Toten sind allerdings in der Regel erfasst. Diesen Bias bestätigt auch das Robert-Koch-Institut. Nicht berücksichtigt ist hier die Frage der Korrektheit chinesischer Zahlen.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1039211/umfrage/sterblichkeit-durch-das-coronavirus-nach-altersgruppen-in-china/

In der Abwägung setzen wir folgendes um:
1. Alle Kundentermine in Kliniken, die eine Vor-Ort-Präsenz erfordern, werden weiter umgesetzt. Kliniken müssen weiter einsatzfähig sein, somit sind wir das auch.
2. Termine, die über Web- und Videokonferenz genauso gehen, persönlich vielleicht “besser oder netter” wären, werden komplett in Web-Konferenzen umgewandelt. Meistens läuft und lief das bei uns ohnehin schon so. Wir beteiligen und so an der Eindämmung.
3. Workshops / Konferenzen: Wir bieten unseren Firmenkunden die Möglichkeit, Workshops und Konferenzen in innovative “virtuelles Events” umzuwandeln. Das ist mehr als eine Web-Konferenz und kann mit uns sofort umgesetzt werden.

Also: Es geht bei uns mit angepassten Methoden voll weiter!