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Digital Passage Planning – IT-Strategie mit klarem Kurs

Kliniken stehen heute vor einer Vielzahl paralleler Digitalisierungsaufgaben: Digitale Souveränität, neues KIS, Patientenportal, digitale Pflege, Medikationsmanagement, CDR/openEHR, Interoperabilität, Cloud, Open Source, Informationssicherheit, KI und viele weitere Themen konkurrieren um Budgets, Personal und Aufmerksamkeit.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

Welche Digitalisierungsprojekte brauchen wir?

Sondern vor allem:

Was machen wir wann, in welcher Reihenfolge – und wann überprüfen wir, ob diese Reihenfolge noch richtig ist?

Von der Passage auf See zur Digitalisierungsstrategie

Eine anspruchsvolle Passage beginnt nicht mit dem Ablegen. Zunächst werden Ausgangslage und Ziel bestimmt, die Rahmenbedingungen bewertet und eine Route geplant. Neben dem bevorzugten Plan A gehören Alternativen ebenso dazu wie klar definierte Punkte, an denen aufgrund der aktuellen Situation neu entschieden wird.

Dieses Prinzip übertragen wir mit Digital Passage Planning auf die Digitalisierung von Kliniken und Gesundheitseinrichtungen.

Als Segler kennen wir im Medical IT Valley dieses Prinzip aus der nautischen Praxis. Den bewährten Ansatz, ein Ziel zu definieren, die beste Route zu planen, Alternativen vorzubereiten und an festgelegten Decision Points den Kurs neu zu bewerten, haben wir auf die strategische Planung und Steuerung der Digitalisierungsprojekte unserer Kunden übertragen.

Dabei entspricht die aktuelle IT- und Prozesslandschaft der Ausgangsposition und das strategische Zielbild dem Zielhafen. Die Digitalisierungsprojekte bilden gemeinsam die Route dorthin.

Aus einzelnen Vorhaben entsteht so ein steuerbares Gesamtportfolio.

Ein bewährtes Prinzip – seit Jahrzehnten in der Nautik

Passage Planning ist kein neuer oder modischer Ansatz. Die International Maritime Organization (IMO) veröffentlichte bereits 1978 eine „Guidance on voyage planning“. 1999 wurde die bis heute maßgebliche Resolution A.893(21) „Guidelines for Voyage Planning“ verabschiedet.

Die IMO beschreibt Voyage bzw. Passage Planning als einen kontinuierlichen Prozess aus vier Schritten: Appraisal – Planning – Execution – Monitoring. Zunächst werden Ausgangslage und relevante Rahmenbedingungen bewertet, anschließend wird die Route geplant, umgesetzt und während der Durchführung fortlaufend überwacht.

Genau diese Logik macht das Prinzip für die Digitalstrategie von Kliniken interessant: Auch hier reicht es nicht, einmal eine langfristige Route festzulegen. Entscheidend ist, Veränderungen früh zu erkennen, Alternativen vorzubereiten und an definierten Decision Points bewusst zu entscheiden, ob der bisherige Kurs beibehalten oder angepasst wird.

Eine Roadmap darf sich verändern

Eine IT-Strategie über mehrere Jahre kann nicht bedeuten, heute eine unveränderliche Projektfolge für die kommenden Jahre festzuschreiben.

Technologien entwickeln sich weiter. Gesetzliche Anforderungen verändern sich. Budgets und Ressourcen müssen neu bewertet werden. Projekte verzögern sich oder schaffen schneller als erwartet Voraussetzungen für andere Vorhaben. Neue Anforderungen wie KI können hinzukommen.

Deshalb arbeitet Digital Passage Planning mit Decision Points (DP).

An diesen bewusst gesetzten Entscheidungspunkten wird das gesamte Portfolio erneut betrachtet:

  • Sind unsere strategischen Ziele noch richtig?
  • Sind die Projekte weiterhin richtig priorisiert?
  • Haben sich Abhängigkeiten verändert?
  • Stimmen Budget und verfügbare Ressourcen?
  • Sind neue regulatorische Anforderungen hinzugekommen?
  • Haben sich technische Voraussetzungen verändert?
  • Müssen Projekte vorgezogen, verschoben, parallelisiert oder gestoppt werden?
  • Ist Plan A weiterhin die beste Route – oder wechseln wir auf Plan B?

Die Roadmap wird damit nicht statisch, sondern strategisch steuerbar.

Vom Zielbild bis zur Umsetzung

Digital Passage Planning verbindet drei Ebenen:

1. Strategisches Zielbild
Wo steht die Einrichtung heute und welches digitale Zielbild soll erreicht werden?

2. Dynamisches Projektportfolio
Welche Vorhaben sind dafür notwendig? Welchen strategischen Nutzen haben sie? Welche Abhängigkeiten bestehen? Welche Reihenfolge ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen sinnvoll?

3. Umsetzung und kontinuierliche Kurskontrolle
Projekte werden mit definierten Meilensteinen umgesetzt. An den Decision Points werden Status und Rahmenbedingungen zusammengeführt und die weitere Route durch das Management neu festgelegt.

Strategie → Priorisierung → Roadmap → Umsetzung → Decision Point → Repriorisierung → angepasste Roadmap

Vom Management-Cockpit bis zum Projektmanagement

Digital Passage Planning ist bewusst keine weitere Projektmanagement-Software.

Die Methode schafft zunächst eine verständliche Management- und Entscheidungsstruktur. Eine kompakte Portfolio- und Roadmap-Darstellung ermöglicht es Geschäftsführung, Medizin, Pflege, Verwaltung und IT, gemeinsam über Prioritäten und Abhängigkeiten zu entscheiden.

Für die operative Umsetzung können etablierte Projekt- und Portfoliomanagement-Werkzeuge eingesetzt werden. Beispielsweise lässt sich die Methodik mit OpenProject verbinden: Während Digital Passage Planning Zielbild, Prioritäten, Roadmap und Decision Points vorgibt, unterstützt die Plattform bei Projekten, Arbeitspaketen, Meilensteinen, Terminen, Verantwortlichkeiten und der laufenden Umsetzung.

Unsere Methode bleibt dabei herstellerneutral.

Digitalisierung ist keine Aneinanderreihung einzelner Projekte

Ein Patientenportal, ein neues KIS oder eine CDR / openEHR-Plattform können nicht unabhängig voneinander betrachtet werden. Entscheidungen eines Projektes beeinflussen Architektur, Prozesse, Daten und Investitionen anderer Vorhaben.

Deshalb betrachten wir Digitalisierung als gemeinsame Passage zum strategischen Zielbild.

Nicht der einmal erstellte Projektplan steht im Mittelpunkt, sondern die Fähigkeit, den Kurs regelmäßig zu überprüfen und auf veränderte Bedingungen zu reagieren.

Digital Passage Planning verbindet IT-Strategie, Projektportfolio und Umsetzung – mit einem klaren Ziel, einer geplanten Route und definierten Punkten für bewusste Entscheidungen.

Digitalisierung: wirtschaftlich umgesetzt

Medical-IT-Valley berät Kliniken und Gesundheitseinrichtungen – von Akut-, Fach-, Sport- und Rehakliniken über Kur- und Präventionseinrichtungen sowie Gesundheitsstandorte bis zu ambulanten Zentren und Großpraxen. Wir verbinden IT-Strategie, Digitalisierung und Wirtschaftlichkeit und begleiten unsere Kunden von der Analyse und Planung über die Entwicklung einer klaren Roadmap bis zur projektbegleitenden Umsetzung. Dabei steht nicht die Technologie allein im Mittelpunkt, sondern ihr konkreter Nutzen: effizientere Prozesse, sinnvoll eingesetzte Investitionen und eine zukunftsfähige IT- und Digitalisierungslandschaft. Mehr

Sofortprogramm Cybersicherheit im Gesundheitswesen

Mit dem angekündigten Sofortprogramm Cybersicherheit des Bundesministeriums für Gesundheit sollen Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens bei der Verbesserung ihrer Cyberresilienz unterstützt werden. Ziel ist es, die Informationssicherheit nachhaltig zu stärken und Einrichtungen besser gegen Cyberangriffe und Betriebsunterbrechungen zu schützen.

Bereits heute empfiehlt es sich, die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für eine spätere Förderung zu schaffen. Erfahrungsgemäß profitieren Einrichtungen, die ihre Sicherheitsmaßnahmen frühzeitig strukturieren und dokumentieren, von einem deutlich schnelleren Projektstart nach Veröffentlichung der Förderrichtlinie.

Medical IT Valley unterstützt Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen herstellerneutral bei der Vorbereitung und Umsetzung von Cybersecurity-Projekten. Unsere Leistungen umfassen insbesondere:

  • Cyber-Reifegradanalysen und Standortbestimmungen
  • Entwicklung einer Cybersecurity-Roadmap mit priorisierten Maßnahmen
  • Durchführung von Risiko- und Schwachstellenanalysen
  • Vorbereitung von Förderanträgen und Nachweisdokumentationen
  • Erstellung von Leistungsbeschreibungen und Vergabeunterlagen
  • Begleitung von Markterkundungen und Ausschreibungen
  • Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Technologie- und Umsetzungspartner
  • Projektmanagement und Qualitätssicherung während der Umsetzung
  • Koordination von Penetrationstests sowie technischen Sicherheitsbewertungen
  • Beratung zu NIS2, § 75c SGB V, B3S und weiteren regulatorischen Anforderungen

Als unabhängiges Beratungsunternehmen begleiten wir Einrichtungen von der ersten Bestandsaufnahme über die Förderstrategie bis zur erfolgreichen Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen. Unser Fokus liegt dabei auf wirtschaftlichen, nachhaltigen und praxistauglichen Lösungen – unabhängig von einzelnen Herstellern oder Systemanbietern.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Ihr Haus bereits heute optimal auf das Sofortprogramm Cybersicherheit und die steigenden Anforderungen an die Informationssicherheit vorbereiten möchten.

Value Pricing – mehr Wirtschaftlichkeit

Die Zeiten für med. Einrichtungen sind anspruchsvoll. Wir sorgen in unseren Projekten für mehr Wirtschaftlichkeit, wenn wir die System und Anwendungen in der Digitalisierung hinterfragen, analysieren und wirtschaftlicher bei Kunden ausrichten. Dabei kann wirtschaftlicher eine Einsparung bedeuten oder auch mehr Effizienz und Effektivität auf der Ebene von Anwendungen und Infrastruktur.

Unser Fokus liegt auf messbaren Ergebnissen: Welche Anwendungen schaffen echten Mehrwert? Wo entstehen unnötige Komplexität, doppelte Strukturen oder vermeidbare Kosten? Und wie lassen sich Digitalisierungsvorhaben so gestalten, dass sie fachlich, technisch und wirtschaftlich überzeugen?

Neben klassischen Stundensätzen bieten wir mit Value Pricing ein alternatives Vergütungsmodell an. Denn die Stunde ist nicht immer die optimale Einheit zur Bewertung von Beratungsleistung — entscheidend ist das Ergebnis.

EU-Paket technische Souveränität

Das EU-Paket bedeutet schon heute, die absehbaren Vorgaben in den Planungen zu berücksichtigen. So bieten wir das unseren Kunden an und sind bereits in die Planungen involviert:
„(…) Die Europäische Kommission hat heute das Paket zur technologischen Souveränität Europas vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Maßnahmen zur Stärkung der Kapazitäten Europas in den Bereichen Halbleiter, künstliche Intelligenz (KI), Cloud und Open Source. (…)“
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_26_1187

Digitale Perspektiven für Prävention und Reha

Foto: Heino Kuhlemann im Golfclub Reit im Winkl

Bewegung als Medizin: Chronische Erkrankungen nehmen zu, die Bevölkerung wird älter und gleichzeitig steigt der Bedarf an wirksamen Präventions- und Rehabilitationsangeboten. Bewegung gilt dabei als eine der effektivsten und kostengünstigsten Maßnahmen zur Förderung von Gesundheit und Lebensqualität.

Mit dem „Reha-Sport auf Rezept“ existiert bereits ein bewährtes Instrument, um Menschen nach Erkrankungen, Operationen oder bei chronischen Beschwerden gezielt zu mehr Aktivität zu führen. Doch wie kann dieses Konzept durch digitale Technologien weiterentwickelt werden? Welche Potenziale bieten Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), Telemedizin, Wearables, künstliche Intelligenz und digitale Patientenplattformen für die individuelle Begleitung von Rehabilitations- und Bewegungsprogrammen?

Im Rahmen unserer Digital-Health-Golf-Events bearbeiten wir das Thema! Es gibt Veröffentlichungen hierzu seitens DGV, der sich seit Jahren damit beschäftigt.

Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:

• Wie kann Reha-Sport durch digitale Technologien ergänzt und verbessert werden?
• Welche Rolle spielen Prävention und Bewegung in einer nachhaltigen Gesundheitsstrategie?
• Wie können Krankenkassen, Leistungserbringer und Technologieunternehmen gemeinsam innovative Versorgungsmodelle entwickeln?
• Welche Daten und digitalen Werkzeuge unterstützen den Behandlungserfolg?
• Wie gelingt die Verbindung von medizinischer Versorgung, Rehabilitation und gesundheitsfördernder Bewegung im Alltag?


Der Golfplatz dient dabei als inspirierender Begegnungsort für Austausch, Networking und Innovation. Bewegung, Gesundheit und Digitalisierung werden hier in einem praxisnahen Umfeld zusammengeführt, um neue Perspektiven für die Gesundheitsversorgung von morgen zu entwickeln.

Zu den Terminen

Hinweis: Unsere Veranstaltung informiert über die Zukunft von Bewegung, Prävention und digital unterstützten Gesundheitsangeboten. Sie stellt kein eigenes Reha-Sport-Angebot dar und ersetzt keine medizinische Beratung oder Rehabilitationsmaßnahme.


Bitkom: Stellungnahme GeDIG

Das Medical IT Valley ist Mitglied im Bitkom und im AK eHealth aktiv:
Der Referentenentwurf zum Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) ist seitens der im Bitkom vertreten Industrie diskutiert und in der offiziellen Stellungnahme kommentiert. Der Prozess des Dialogs im politischen Berlin ist wesentlich, um die Versorgung und die Entwicklung praxisnah und gemeinsam mit der Industrie zu gestalten.

Zum Download

Digital Health & Segeln

Messen wie DMEA, Workshops bundesweit regional, Arbeiten an unserem Standort und bei Kunden – ein vielfältiges Programm. Zudem:
Im September veranstalten wir wieder eine Konferenz auf See. Dabei handelt es sich um eine echte, kreative und konstruktive Arbeitswoche in der motivierenden Umgebung des Segelns und der Erlebnisse in der Segel-Flottille. Mehr Infos über eMail, WhatsApp, Telefon.

DMEA, Halle 3.2, Stand E-101

Schauen Sie gerne spontan an unserem Stand vorbei. Die buchbaren Termine mit Heino Kuhlemann sind inzwischen vergeben, wir haben aber Lücken für spontane Besuche vorgesehen. Zudem sind Kolleginnen und Kollegen zur Unterstützung am Stand! Wir freuen uns über jeden Besuch!

Weiterer Standort Medical IT Valley

Wir gehen einen Schritt weiter! Unsere Gesellschaft „KUHLEMANN Medical IT Valley GmbH“ wird ab 2027 stärker ausgebaut.
Hinzu kommt bald eine Gesellschaft in Österreich, um unsere dortigen Aktivitäten zu intensivieren. Das wird spannend und gut. Im Mittelpunkt dieser Marktplatz-Aktivitäten werden med. Einrichtungen und IT-Unternehmen stehen. Anbieter aus Österreich unterstützen wir im Marktplatz Deutschland und umgekehrt. 

KI erfordert IT-Sicherheit

+ + + Link zum Download unter dem Text + + +

Wir nehmen das Thema KI mit zu unseren Roundtable Events
– in der disruptiven Rolle
– in notwendigen „Erdung“ zu Anwendungen mit Nutzen
– in der Abwehr von Risiken

Neue Publikation des BSI, das dazu schreibt. Link zum Download unten im Text.

„Evasion-Attacks auf LLMs – Gegenmaßnahmen in der Praxis
Diese Veröffentlichung richtet sich an Entwickelnde sowie IT-Sicherheitsbeauftragte in Unternehmen und Behörden, die sich dafür entschieden haben ein vortrainiertes LLM als Basismodell in einer spezifischen Anwendung zu nutzen und das daraus resultierende LLM-System gegen Evasion-Attacks schützen möchten. Sie fördert ein grundlegendes Verständnis der Architektur eines LLM-Systems, von Evasion-Attacks, zugehörigen Gegenmaßnahmen sowie sicheren Designprinzipien. Darüber hinaus bietet sie praktische Hinweise, an welchen Stellen diese Gegenmaßnahmen in das LLM-System integriert werden können, und unterstützt die verantwortlichen Personen beim Härten des Systems.“

https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/KI/Evasion-Angriffe_auf_LLMs-Gegenmassnahmen.html